Alles Gute für 2012

6. Januar 2012

In guter alter Tradition (siehe 2010, 2011) ein gutes neues Jahr 2012 … und viel Spaß mit den Video-Links (als Artikel-Kommentare)!


90 % der blogs bleiben zu 100 % ungelesen (oder so ähnlich)

30. Dezember 2010

Cartoon … ist leider nicht mehr online. Wortlaut: If you write a blog and no one reads it, is it still a blog?

In diesem Sinne: alles Gute für 2011! Und: bleiben Sie uns gewogen.

Michael

PS: wie schon 2010 auch heuer wieder (mit etwas Verspätung, sorry) ein paar Video-Kommentare zum Anschauen; auch für jene, die keine blogs lesen wollen.


Selfman oder: Threshold Repair Man

17. Oktober 2010

Was macht man vor lauter Übermut an einem verregneten Urlaubstag (letztlich wurden es dann ohnehin mehrere)? Man nimmt sich der kaputten Türschwelle am Klo an, die einem schon lange ein Dorn im Auge ist.

Bild 1 zeigt das Corpus Delicti: die Türschwelle wurde mit verfliest, dabei ist eine Reihe in der Mitte aufgesprungen; ginge ja noch, aber von einer Fliese ist schon ein Stück weggesprungen, schaut nicht schön aus, stört also irgendwie doch.

Vorsichtshalber als Erstes den Vorzimmerboden und die Raum-Fliesen, die erhalten bleiben sollen, abgedeckt.

Nach Abtragen der alten Fliesen zeigt Bild 2 die Ursache: der Untergrund war nicht ganz eben und gab nach. Das mögen Fliesen offensichtlich gar nicht gerne.

Nachdem fast alle entfernten Fliesen kaputt gegangen sind, gab’s auch definitiv kein Zurück mehr.

Die frei gewordene Höhe war höher als gedacht und daher im Bild 3 mit einer Lage Bodenbelag „unterlegt“. Hatte noch Reste vom Vorzimmer-Belag, spielte aber keine Rolle, weil man danach ohnehin nichts davon sieht. Kontaktkleber hat man immer im Haus. Noch besser wär vermutlich gewesen, ein elastisches Material zu nehmen um Unebenheiten auszugleichen.

Nach kurzer Überlegung, ob sich das Zuschneiden des Brettes überhaupt lohnt, oder wie viele Lagen Bodenbelag die Höhe auch auffüllen würden, fiel die Entscheidung doch zugunsten der ursprünglich geplanten ordentlichen Lösung. Türstock noch mit Lack ausgebessert, Brett mit Montagekleber fixiert, Abschlussleisten angeschraubt, fertig.

So, genug des Heimwerkens für die nächste Zeit.

Bleiben Sie uns gewogen!


eclipse: Erweiterte Editierbefehle (emacs like)

10. August 2010

Wer früher einmal (oder noch immer) emacs-User ist, dem gefallen manche key bindings im eclipse-Editor (sofern er diese Bezeichnung überhaupt verdient) nicht bzw. es gehen einem einige nützliche Funktionen ab, die im emacs selbstverständlich sind.

Mit dem Plugin http://moreemacs.sourceforge.jp/ kann man diese Funktionen nachinstallieren (via http://moreemacs.sourceforge.jp/update-site/) und auf die gewünschten keys mappen (die allgemeine Verwendung der (more) emacs-bindings mag ich persönlich nicht).

Hier meine aktuellen Bindings (nur teilweise zur Nachahmung empfohlen, außer du hast mein .emacs in Verwendung und verwendest die englische Belegung auf einer deutschen Tastatur):

shift+enter: newline (without indent)
ctrl+alt+T: transpose-words
ctrl+left: backward-word (instead of previous word) on editing text
ctrl+right: forward-word (instead of next word) on editing text
(ctrl+shift+left/right still select previous/next word (camel case))
ctrl+j: incremental find (otherwise more emacs newline)
ctrl+shift+\: capitalize-word (key „<“ on german keyboard)
ctrl+shift+z: downcase-word (ctrl+shift+y: to lower case)
ctrl+shift+x: upcase-word (instead of: to upper case)

Den Keybinding-Dialog erreicht man leicht durch zweimaliges Drücken von ctrl+shift+l.

Bleiben Sie uns gewogen. Mehr emacs war Ihr eclipse noch nie!


Windows 7: Explorer-Baum

26. Juli 2010

Juhu, mein windows 7-Explorer zeigt wieder einen Baum an, keinen Wald!

Unter Organisieren – Ordner-/Suchoptionen gibt’s eine Checkbox „alle Ordner anzeigen“. Hakt man sie an, werden auch Bibliotheken und Netzwerk in einem Desktop-Baum angezeigt.

Alle Ordner? Nein, nicht alle! Der Favoriten-Ordner bleibt als Platzverschwendung außen vor. Dieser lässt sich jedoch durch Umsetzen der
HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{323CA680-C24D-4099-B94D-446DD2D7249E}\ShellFolder\Attributes
(zuerst noch Berechtigungen erteilen!) von a0900100 auf a9400100 (hex) und anschließendem aus- und einloggen wegblenden.
Die Favoriten (so man sie braucht) findet man dann in %USERPROFILE%\Links.

Have a lot of fun! Nachmachen – wie immer – auf eigene Gefahr.


Windows 7: Focus follows Mouse

23. Juli 2010

Juhuuu, die Maus geht wieder, ich kann wieder arbeiten :-)

Wer in Windows 7 focus follows mouse ohne auto-raise haben will (wie WinXP „x-mouse“ mit tweak-ui), setzt (auf eigenes Risiko!) unter [HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop] die UserPreferencesMask (hex) von 90… auf 31… um (siehe unten), aus- und einloggen, fertig.

Manche Win*doof*Fenster, z. B. der Explorer-Baum, machen aber ein auto-raise on focus gain.

Hier eine deutsche Doku zu allen bits der UserPreferencesMask:
http://www.winfaq.de/faq_html/Content/tip0000/onlinefaq.php?h=tip0371.htm
Meine aktuellen Werte:
UserPreferencesMask = 31 12 01 80 10 00 00 00 (hex)
ActiveWndTrkTimeout = 50 (dezimal)
Damit sind auch die tooltips auf den min/max/resize buttons weg und Menü-Mnemonics permanent unterstrichen (nicht erst nach drücken der alt-Taste).

Als Alternative zum registry key gibt es das tool TXMouse von http://fy.chalmers.se/~appro/nt/TXMouse/

Kann man am Systray-Icon ein-/ausschalten („Gäste-Modus“). Macht sofort ein auto-raise, wodurch manche Controls (z. B. der Lautstärkeregler im Systray) nur mehr erschwert bedienbar sind (funktioniert mit dem ActiveWndTrkTimeout besser). Als weiteres Hauptfeature wird markierter Text sofort ins Clipboard kopiert (nicht erst mit ctrl-c) – echtes X-Feeling, unter windows nicht jedermanns Sache (Leuten, die beim Lesen von Seiten einfach so mit der Maus über den Text streichen, können so leicht unbeabsichtigt Text im Clipboard überschreiben).

Daneben unterstützt TXMouse auch ein lower frame mit der rechten Maustaste auf der Titelzeile (sehr praktisch!). Konnte Dexpot (nur privat im Einsatz) auch, hat aber unter Windows 7 das Kontextmenü offen gelassen. Wer mir jetzt noch sagen kann, wie man das Kontextmenü auf der Titelzeile der Fenster wegbekommt, wird spontan auf einen Kaffee eingeladen :-)

Viel Spaß mit Ihrem neuen Windows 7 wünscht die mehrkönnensiefürihrxmausfeelingnichttungutenabendadministration


Windows 7: Wordpad

23. Juli 2010

Das „runderneuerte“ wordpad von windows 7 nervt: wortweises Markieren lässt sich nicht abstellen (wie im IE, grmpf), nicht einmal die Farbe vom Ribbon lässt sich umstellen.

Abhilfe: das wordpad von windows XP läuft auch unter windows 7, bei Bedarf einfach weiter verwenden.

Und wer hat Bedarf? Ich z. B. um Textdateien aus Unix (ohne CRs) anzuzeigen. Habe ich inzwischen wieder als Standardprogramm für Textdateien ausgewählt – zum Anschauen. Zum Editieren gibt’s natürlich bessere Programme (Editoren, die diesen Namen auch verdienen) aber das ist eine andere Geschichte.


HD(D)-PVR – 5. MPG oder DVD erstellen

7. Februar 2010

Gesetzt den Fall, man möchte eine Aufnahme an Verwandte oder Freunde weiter geben, die eine Sendung versäumt haben. An sich gleich wie eine Videokassette, bloß stellt sich die Frage: „spielt das Band auch auf meinem Videorekorder?“ oder heutzutage: „spielt die Datei/Disc auch auf/in meinem PC/DVD-Player?“

Im letzten Artikel kam schon zur Sprache, wie man eine Aufnahme auch am eigenen PC betrachten kann, doch hat vielleicht nicht jeder im Freundeskreis einen passenden Player installiert oder will sich die Aufnahme lieber über seinen/ihren DVD-Player am TV-Gerät betrachten – für TV-Aufnahmen gar nicht einmal so unüblich.

Daher geht es in diesem Artikel um die verlustfreie Konvertierung von SD-Aufnahmen (HD-Aufnahmen sind eine andere Geschichte) auf Standard-MPG-Dateien (MPEG2) und die Erstellung einer DVD.

Zuvor noch ein kleiner Nachtrag zur Dateigröße: für SD-Aufnahmen sind gut 2 GB/h typisch, für HD-Aufnahmen ca. 5 – 6 GB/h, kann natürlich je Sender variieren. Auf eine 300 GB-Platte passen also über 50 h HD-Filme oder über 100 h SD-Aufnahmen bzw. auf eine single layer DVD (4,7 GB) ein SD-Film mit max. ca. 2 h Länge.

Nach einigen Experimenten hat sich der im Folgenden beschriebene Weg als am zuverlässigsten gezeigt. Verwendete Tools: ProjectX (nicht zu verwechseln mit dem zumindest ebenso genialen Projekt X) und TMPGenc.

ProjectX kann Transport-Streams von Sat- und Kabel-Empfängern (DVB) demuxen (also aufsplitten) und ist als Forschungs-/Test-Tool gedacht, daher ideal zum Experimentieren. Ist schon ein wenig älter (2006), aber trotzdem zuverlässig, kann jedoch nur MPG2-Video, d.h. keine HD-Aufnahmen verarbeiten! Man öffnet die Video-Datei (ohne Extension) vom PVR-Records-Verzeichnis und hängt ggf. die gesplitteten Dateien (.001 etc.) an, um sie zu verbinden.

Im Process-Window wählte ich die Aktion demux. Damit werden getrennte Video- (.m2v) und Audio-Dateien (.mp2) geschrieben. Ist zwar ein wenig umständlicher, dafür wird der Audio-Offset zurück gesetzt und nicht bloß in die MPG-Datei eingetragen – wichtig für allfällige weitere Bearbeitung der MPG-Datei mit Tools, die Video und Audio getrennt importieren, aber die übrigen MPG-Informationen verlieren (z.B. virtualdub). Sicherheitshalber auch noch „enable post processing“ im Edit-Menü anhaken, um allfällige Stream-Fehler auszubessern.

Mit den in TMPGenc enthaltenen MPEG-Tools (hierzu genügt die free version) kann man die Video- und Audio-Dateien zu einer MPG-Datei zusammengefügen: Tab „simple multiplex“, Typ MPEG-2 Program (VBR), Dateinamen auswählen, ein wenig Geduld, fertig.

Und wenn jemand keinen PC hat oder die Aufnahme einfach so lieber auf seinem/ihrem DVD-Player betrachten will? Kopiert man die erstellte MPG-Datei direkt auf einen Datenträger (USB-Stick, Festplatte, DVD(RW)), so können einige DVD-Player diese direkt wiedergeben, sofern sie überhaupt das Navigieren durch das Dateisystem zulassen und MPG-Dateien darin anzeigen. Hat auf zwei Playern so funktioniert, ironischerweise hat gerade mein früherer DVD-/HDD-Recorder mpg-Dateien verschmäht, obwohl er z.B. DivX auf diese Weise wiedergeben kann.

Auf der Suche nach einem Tool, das aus dem weitgehend DVD-konformen MPG2 eine „richtige“ DVD erstellen kann, bin ich ausgerechnet auf der Festplatte meines schon etwas in die Jahre gekommenen Acer-Notebooks fündig geworden: hier war der CyberLink PowerProducer Gold vorinstalliert/lizenziert. Die DVB-Daten haben bereits DVD-konforme Auflösung (PAL, 720×576, 50 Halbbilder), lediglich bitrate und keyframe-Abstand können vom DVD-Standard abweichen. Trotz der fehlenden Einstellungsmöglichkeiten hat das Tool rasch eine DVD erstellt. Die Überprüfung ergab, dass die keyframes beibehalten wurden; ob es im Bedarfsfall auch requantisiert, weiß ich nicht, für den Anwendungsfall jedoch auf alle Fälle ein brauchbares Ergebnis.

Abschließend noch eine kurze Anmerkung zum leidigen Thema Formatumschaltung (4:3 vs. 16:9). Die Information über das Seitenverhältnis ist in der MPG-Datei enthalten, manche Player (vlc) lesen sie laufend und schalten ggf. auch während der Wiedergabe um, andere Player (mplayerc) stellen nur anfangs das Seitenverhältnis ein.

Bei der Erstellung einer DVD sollte es daher auch klappen (außer die Info wird vom Tool verworfen), ansonsten kann man immer noch am TV-Gerät korrigierend eingreifen. Oder man schnippselt den Stream zurecht (Anfang, Ende, Unterbrechungen) und bügelt die verbleibende Aufnahme mit einem Tool wie DVDPatcher aus. Aber das ist für die simple Weitergabe einer Aufnahme im Freundes-/Verwandtenkreis doch ein wenig übertriebener Aufwand.

Bleiben Sie uns gewogen,
mpi


HD(D)-PVR – 4. Dateiformat

16. Januar 2010

Nach einigen Aufnahmen ist es endlich an der Zeit, ein bisserl was über die aufgenommenen Dateien auf der Festplatte zu schreiben. Diese liegen im Verzeichnis Records, pro Aufnahme gibt es ein Unterverzeichnis mit dem Namen der Sendung zum Startzeitpunkt der Aufnahme (sofern vom Sender mitgeliefert, sonst der Sendername) und Uhrzeit der Sendung, z.B. Test_201527.

Das Datum ist nicht im Verzeichnisnamen enthalten. Dies führt bei wiederkehrenden Aufnahmen zu lustigen Effekten: nimmt man immer zur exakt selben Uhrzeit auf (über Timer täglich) und die Sendung (z.B. Serie) hat den gleichen Namen, so wird die vorherige Aufnahme überschrieben – also unbedingt vorher umbenennen (siehe unten) oder in einem solchen Fall keinen wiederkehrenden Timer verwenden!

Die Dateien in den Verzeichnissen tragen dieselben Basis-Namen. Die erste Video-Datei hat keine Extension, bei längeren Aufnahmen ist sie jedoch gesplittet (bei 1,5 GB) und durchnummeriert (.001 für den zweiten Teil usw.), daneben liegen noch Dateien mit Extensions .idx und .ifo, deren genauer Zweck noch nicht ergründet wurde (vermutlich zum Springen an bestimmte Stellen der Aufnahme).

Die Video-Datei(en) kann man (ohne Umbenennen) am einfachsten am PC wiedergeben, indem man den Player der Wahl (z.B. mplayerc) als Verknüpfung ins „Send To“-Menü aufnimmt. Die entsprechenden Video-Codecs (MPG2 bzw. MPG4/h264) muss man natürlich installiert haben; ob dafür ein besonderer Filter nötig war, weiß ich inzwischen gar nicht mehr.

Kleine Unannehmlichkeit: das Seitenverhältnis (16:9 oder 4:3) stellt der mpayerc zu Beginn der Wiedergabe richtig ein, aber nicht während der Wiedergabe um, wenn es sich bei Beginn einer anderen Sendung ändert – dazu entsprechende Presets im Pan&Scan-Menü anlegen.

Mittlere Unannehmlichkeit: bei gesplitteten Aufnahmen sind Bild und Ton der Folgedateien nicht immer synchron, d.h. man muss vermutlich die einzelnen Dateien zuerst aneinanderhängen (noch nicht ausprobiert) um sie dann als Ganzes anschauen zu können.

Große Unannehmlichkeit: mit üblichen Software-Codecs ruckeln HD-Videos (MPG4/h264) am PC – und das nicht nur auf älterer Hardware (ständig) sondern auch auf aktuellen Geräten (bei größeren Bewegungen). Wichtig: einen allfällig installierten DirectVobSub-Filter für Untertitel (erkennbar am grünen Pfeil-Icon im systray) deaktivieren um CPU-Zeit zu sparen.

Das vom ORF übertragene HD-Format 720p, d.h. 1280×720, wird mit unnötigen 50 fps gesendet, selbst wenn das Ausgangsmaterial offensichtlich 25p (25 Vollbilder) hatte (erkennbar an jeweils 2 identen frames); damit sind CPU (und Grafikkarte) schnell einmal überfordert (wie sonst nur beim gwt-compilieren …). Die Suche nach besseren Codecs/Playern (mit Hardwareunterstützung) ist noch auf der TODO-Liste. Mehr zur weiteren Verarbeitung des Videos dann nächstes Mal.

Um die gesamte Aufnahme (Verzeichnis und Dateien) auf der Festplatte umzubenennen, hab’ ich ein kleines Hilfsscript ren-r.sh geschrieben (unten angehängt). Sollte nichts ungefragt überschreiben, trotzdem ohne Gewähr. Offensichtlich im Menü des Gerätes nicht vorgesehen (oder von mir übersehen), obwohl die Zifferntasten der Fernbedienung SMS-mäßig Buchstaben aufgedruckt haben.

Bleiben Sie uns gewogen,
mpi

#!/bin/sh
# ren-r recursively rename a directory and files with the same base name
# example: ren-r foo bar
# renames directory foo to bar and therein all files foo.xyz to bar.xyz

from="$1"
to="$2"
me="ren-r"

if [ $# -lt 2 ]
then
  echo "usage: $me oldName newName"
  exit
fi

move()
{
  echo "mv  $1  $2"
  mv -i "$1" "$2"
}

if [ -d "$from" ]
then
  move "$from" "$to"
  cd "$to"
  for f in "$from"*
  do
    ext=`expr "_$f" : "_$from\(.*\)"`
    move "$f" "$to$ext"
  done
else
  echo "$me: directory '$from' not found"
fi

YouTube-Videos (.flv) auf HDD anschauen

30. Dezember 2009

Ganz spontan einmal ein Eintrag, den vielleicht jemand nützlich finden könnte …

Gelegenlich gibt’s doch Videos auf YouTube, die man auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt lokal von der Festplatte anschauen möchte. Dazu sind 2 Hürden zu nehmen:

  1. wie bekommt man das Video auf die Festplatte und
  2. wie kann man dieses dann anschauen?

Zur Eingrenzung sei ein gängiger Webbrowser (Firefox 3.x) auf einem windows-System angenommen.

Punkt 1 ist eigentlich schon gelöst, ohne dass man es mitbekommt: Wenn man ein YouTube-Video komplett ansieht, befindet sich dieses im Cache-Verzeichnis der Festplatte. Bei Firefox findet man das am schnellsten, indem man about:cache in die Adresszeile eingibt und den Verzeichnisnamen in einen Datei-Explorer kopiert. Die gecachten Dateien haben keine Endung, sollten aber an Datum und Größe erkennbar sein. Ggf. vorher die Cache-Größe erhöhen (Extras/Einstellungen/Erweitert/Netzwerk/Offline Speicher).

YouTube-Videos sind im Flash-Video-Format (.flv), womit wir schon bei Punkt 2 sind. Weil weder die Container-Datei noch der verwendete MPG4/h.264-Video-Codec von windows unterstützt werden (hoppala, jetzt passt der Eintrag überraschenderweise thematisch doch zum Blog) braucht man zwei tools hierfür:

a) einen FLV-Splitter gibt’s als DirectShow-Filter im Guliverkli-Projekt auf sourceforge. Einfach die Datei FLVSPlitter.ax extrahieren und im System registrieren (Pfad ausbessern):
regsvr32 "C:\Programme\codecs\FLVSplitter\FLVSPlitter.ax"
Seit Version 20081115 werden auch FLV-Dateien mit h.264-Video und AAC-Audio unterstützt.

b) als Video-Codec für Flash-Videos empfehle ich ffdshow. Einen stable build downloaden und im Setup jene Formate auswählen, die man über ffdshow decodieren möchte. Wer die gewohnten codecs für DivX/XviD/MPG beibehalten will, kann sich hier auf FLV1/FLV4 (Standard Flash Video) und h.264/avc (MPG4/HD) beschränken, kann man später jederzeit ändern (Startmenü: ffdshow, Videodecoder-Konfiguration, Klick in Spalte Decoder). ffdshow bietet auch eine Reihe von encodern, die unabhängig von der decoder-Auswahl verwendet werden können, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn alles passt, kann man nun die FLV-Dateien mit jedem Player, der die windows-AV-codecs benutzt wiedergeben, z. B. mit dem Media Player Classic, ebenfalls von Guliverkli auf SourceForge.

Alternativ dazu kann man auch einen Player verwenden, der seine eigenen Decoder beinhaltet, z. B. den VLC media player. Ist letztlich in erster Linie eine Geschmacksfrage, z. B. gefallen mir am Media Player Classic insbesondere die frei definierbaren Zoomfaktoren mit denen sich auch anamorph codierte Videos auf Breitbildschirmen korrekt darstellen lassen, aber das ist ebenso eine andere Geschichte.

Noch ein Wort zum Urheberrecht: einen Link auf ein YouTube-Video zu posten ist selbstverständlich immer möglich, hier liegt die Verantwortung bei demjenigen, der das Video veröffentlicht. Genauso das Einbetten eines Videos, weil dies – sofern nicht zulässig – bei der Veröffentlichung unterbunden werden kann. Die Weitergabe oder Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Werken ist selbstverständlich nur mit Erlaubnis des Rechte-Inhabers gestattet.

Bleiben Sie uns gewogen,
mpi


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